Just in time: FSG-Auswirkungen tarifvertraglich neutralisiert

Ferner: VersTV unterzeichnet, VTV, VTA-A und ZTV gekündigt

Bewegung an allen Fronten. So lässt sich das Tarifgeschehen in diesen Tagen charakterisieren – die jüngsten Tarifverhandlungen und Gespräche haben deutliche Spuren hinterlassen, die tariflichen Herausforderungen der nächsten Wochen werfen ihre Schatten voraus.

Zwei große Erfolge stellen wir nachfolgend an den Anfang unserer Information:

DFS und GdF erzielen Einigung über einen „Tarifvertrag Anwendungsregeln“

Rechtzeitig vor dem Ablauf des 30. September 2006 haben die Tarifpartner einen Tarifvertrag unterzeichnet, der über sogenannte „Anwendungsregeln“ sicherstellt, dass der zukünftige Wegfall von Berechtigungen und Erlaubnissen keinerlei Nachteile für die betroffenen DFS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewirkt. Die einfache Formel lautet:

Nach dem FSG ist vor dem FSG!

Schiedsverfahren zur Kastner-Interimslösung und zur Altersversorgung beendet

Liebe Mitglieder,

nachdem wir wochenlang gemäß den Regelungen der Schiedsvereinbarung nur über den Verfahrensstand berichten konnten, sind wir jetzt in der Lage, über Ergebnisse und Inhalte der beiden Schlichtungen ausführlich zu informieren.

Das Wichtigste vorweg:

Sowohl das Schiedsverfahren zum Belastungsausgleich (Kastner-Interimslösung) unter Vorsitz von Prof. Däubler-Gmelin als auch das Schiedsverfahren zur betrieblichen Altersversorgung unter Vorsitz von Prof. Biedenkopf sind am 15.07.2006 bzw. 21.07.2006 erfolgreich abgeschlossen worden. Dies steht nach den Beschlüssen der GdF-Tarifkommission vom 25.07.2006, die innerhalb der vereinbarten Erklärungsfrist mit einer Gegenstimme (Kastner) bzw. einstimmig (Altersversorgung) gefasst wurden, nunmehr endgültig fest.

Im Schlichtungsverfahren zur „Kastner-Thematik" zwischen der DFS und der GdF haben die Parteien - unter Leitung von Frau Prof. Däubler-Gmelin - ihre Gespräche fortgesetzt, zuletzt am Wochenende des 25. Juni.

Trotz der nach wie vor schwierigen Gesamtsituation ließ Frau Prof. Däubler-Gmelin durchblicken, dass sie sehr wahrscheinlich am Freitag, den 14. Juli ihren Schlichterentscheid verkünden wird.

Ebenfalls fortgesetzt wird das Schiedsverfahren zur betrieblichen Altersversorgung unter dem Vorsitz von Prof. Kurt Biedenkopf. Die nächsten Schiedsverhandlungen sind für den 3. und 7. Juli vorgesehen. Spätestens am 12. Juli will auch Prof. Kurt Biedenkopf seinen Entscheid bekanntgeben.

Über Inhalt und Details der aktuellen Gespräche haben die verhandelnden Parteien weiterhin Stillschweigen vereinbart.

Ergänzend sei angemerkt, dass voraussichtlich am 12. Juli die Gespräche zum Thema „Rationalisierungsschutz" aufgenommen werden sollen.    

Ausbau FRA

Am 12. September beginnt die „Öffentliche Anhörung“ in der Offenbacher Stadthalle.

Wir regen an: Unterstützung der „Pro Flughafen Initiative“ durch persönliche Präsenz

 

Liebe GdF-Mitglieder, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

Am kommenden Montag startet eine Mammutveranstaltung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für die NW-Runway am Flughafen Frankfurt. Was passiert in der Stadthalle Offenbach? Mehr als 100.000 Einwände gegen den Bau der geplanten neuen Bahn müssen „abgearbeitet“ werden. Zugelassen sind und Zutritt in die Halle haben nur private Einwender (so die von ihnen eingereichten Schriftsätze gewisse rechtliche Anforderungen erfüllen) sowie natürlich die beauftragten Rechtsanwälte und Vertreter der Kommunen, die gegen die Nordwestbahn sind. Den „Vorsitz“ bei dieser wochen-, wenn nicht monatelangen Auseinandersetzung führt der RP Darmstadt im Auftrag des Hessischen Wirtschaftministeriums. Nebenbei: Das Verfahren um den Bau der Wartungshalle für den A380 ist eine andere „Baustelle“.

Die GdF - Gewerkschaft der Flugsicherung - hat den geplanten Ausbau des Frankfurter Flughafens stets begrüßt und unterstützt. Die Kapazität des Airports auf Basis des derzeitigen Landebahnsystems ist ohne jeden Zweifel ausgereizt. Die GdF stimmt den vielfach geäußerten Meinungen zu, dass zur Bewältigung der prognostizierten, mittelfristigen Verkehrszuwächse dringend eine neue Runway benötigt wird. Die GdF fordert daher mit Nachdruck eine rasche Beseitigung der am Rhein-Main-Airport schon lange bestehenden Kapazitätsengpässe. Es droht ansonsten die Abwanderung bedeutender Teile des Flugverkehrs zu den europäischen Konkurrenten des Frankfurter Flughafens, mit entsprechenden Verlusten an Arbeitsplätzen.